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usability.de · UX 研究实践·· 2017-09-05AI 评分38

面向对话式界面的以用户为中心设计方法与实践

User-centered Design für Conversational Interfaces

文章摘要

构建实用且易用的对话式界面(CUIs),关键在于将传统以用户为中心的设计原则严格应用于语音或文本交互,而非仅依赖技术堆砌。当前许多虚拟助手虽承诺简化操作,但常出现类似 Microsoft Clippy 的干扰性交互,缺乏对基本可用性原则的遵循。针对这一痛点,特别是在为医生等专业人士设计辅助系统时,由于交互焦点从图形界面转向纯语言对话甚至无屏幕互动,设计团队需调整方法论与工具链,确保在早期阶段深入理解用户的真实需求与使用语境。

在用户研究阶段,首要任务是明确对话上下文及典型的用户提问方式。研究人员通过“情境访谈”在用户的自然工作环境中进行观察和询问,以解决关于输入输出模态的关键问题:例如,判断在公共空间高效工作时是否更适合文本聊天机器人,或者当用户双手被占用时语音控制是否更为必要,同时评估结合屏幕与语音的混合模式。若情境访谈实施困难,“奥兹国巫师实验”可作为替代方案,由真人模拟系统回复,从而低成本洞察用户心智模型,判断其倾向于给出具体指令还是开放式的目标导向查询。这些早期发现对于确定交互形式至关重要。

策略制定环节要求将研究成果转化为具体的对话策略,并确保 CUIs 无缝融入整体用户旅程。利用“体验地图”,项目相关方可共同可视化并评估用户与企业的所有触点,识别典型工作流程中的痛点以及 CUIs 的定位。鉴于虚拟助手常被用户感知为具有人格特质的实体,其性格设定需尽早确立。例如,营销领域的 Bot 可能表现得更具进攻性,而医疗软件中的数字助手则应保持克制。为此,可采用“Bot Personas”方法,借鉴传统 Persona 建模思路,定义系统的基本对话原则和典型行为特征,以确保其形象符合品牌定位。

在设计执行层面,原型制作依然是核心手段,旨在让用户体验尽早可感。然而,传统原型工具多针对视觉界面优化,难以直接支持多模态对话设计。初期可通过“设计工作室工作坊”,由团队成员共同勾勒关键对话脚本,而非绘制视觉稿。随后,利用 Sayspring 等新兴对话式原型工具补充 Axure RP Pro 等传统工具的不足,创建数字化原型以测试概念。同时,设计团队需与开发伙伴紧密合作,提前探索语音识别与人工智能的技术边界。尽管 CUIs 潜力巨大但仍处发展初期,持续结合情境访谈、体验地图等经典方法与 Bot Personas、新式原型工具等新实践,是打造卓越对话体验的有效路径。

正文 · 原文

05. September 2017

Virtuelle Assistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant versprechen einfache Dialoge statt komplizierter Eingaben. Durch natürliche Konversation mit dem System sollen Nutzer ihr Ziel erreichen. Betrachtet man diese Conversational (User) Interfaces (CUIs), hat man jedoch häufig das Gefühl, dass Microsoft’s Karl Klammer, der ungeduldig an die Bildschirmscheibe klopft, zurückgekehrt ist. Ein echter Mehrwert ist häufig ebenso wenig zu erkennen wie die Anwendung grundlegender Usability-Prinzipien.

Comicartige Konversation zwischen einer Person und einem Bot. Der Bot versteht die Person aber nicht korrekt.

Wie also können Conversational Interfaces gestaltet werden, die Nutzern das Leben erleichtern und einfach zu bedienen sind? Wir stehen aktuell vor der Herausforderung ein Assistenzsystem für Mediziner zu konzipieren und den Dialog zwischen Ärzten und System zu gestalten. Unsere Erfahrung zeigt hier, dass sich auch die Anforderungen an Methoden und Werkzeuge im User-centered Design ändern. Statt grafischer Oberflächen stehen nun Sprachdialoge im Fokus — mitunter ohne jegliche Bildschirminteraktion. Weiterhin gilt: eine überzeugende User Experience entsteht durch ein konsequentes nutzerzentriertes Vorgehen. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über UX-Methoden für konversationsbasierte Systeme.

Nutzerforschung für Conversational Interfaces

Um einen sinnvollen Dialog zu gestalten, müssen wir zunächst den Konversationskontext und typische Fragestellungen unserer Nutzer verstehen. Mithilfe von kontextuellen Interviews, in denen wir Nutzer in ihren natürlichen Arbeitsumgebungen beobachten und befragen, können wir diese grundlegenden Fragen beantworten. Wichtig ist beispielsweise die Frage nach der Modalität, also die Ein- und Ausgabemöglichkeiten des Interfaces. Macht im Nutzungskontext ein textbasierter Chatbot Sinn, weil Nutzer im öffentlichen Raum effizient arbeiten müssen? Oder ist eine Sprachsteuerung sinnvoll, da Nutzer ihre Hände für andere Tätigkeiten benötigen? Auch ein Hybrid aus Bildschirm- und Sprachsteuerung kann sinnvoll sein. Durch Nutzerforschung können wir diese Aspekte frühzeitig klären.

Eine Alternative zu kontextuellen Interviews sind sogenannte Wizard-of-Oz-Experimente. Hierbei kommunizieren Nutzer mit einem System, wobei die Antworten des Systems von realen Personen simuliert werden. Die Beobachtung dieser Experimente gewährt Einblicke in die mentalen Modelle der Nutzer. Werden beispielsweise sehr konkrete Anweisungen gegeben, oder stellen Nutzer eher offene zielorientierte Anfragen? Ohne großen Aufwand können so sehr frühzeitig wichtige Erkenntnisse erlangt werden.

Strategieentwicklung für Conversational Interfaces

Die Ergebnisse aus der Nutzerforschung sollten vor der konkreten Umsetzung in einer Konversationsstrategie fixiert werden. Conversational Interfaces stehen selten isoliert da. Sie müssen sich nahtlos in eine übergreifenden User Journey einfügen. Ein Werkzeug, um diese Einordnung gemeinsam mit den Projektbeteiligten vorzunehmen sind Experience Maps. Ziel dieser Methode ist es, alle Touchpoints von Nutzern mit einem Unternehmen zu visualisieren und zu bewerten. Welche typischen Arbeitsabläufe haben unsere Nutzer? Wo im Prozess treten häufig Probleme auf? Wie fügt sich ein Conversational Interface in diesen Prozess ein? Welche Probleme löst es? Experience Maps können Diskussionen strukturieren und helfen dabei den Produktfokus zu schärfen.

Illustration von Brand Persona, Bot Persona und User Personas

Insbesondere virtuelle Assistenten werden von Nutzern zwangsläufig als Persönlichkeit wahrgenommen. Agiert der Bot offensiv? Hält er sich eher zurück? Welches Gefühl soll der Dialog mit dem Bot vermitteln? Beispielsweise kann ein Bot im Bereich Marketing offensiver agieren, als ein digitaler Assistent im Bereich Medizinsoftware. Diese Persönlichkeit sollte frühzeitig und bewusst gestaltet werden, damit das Conversational Interface das Unternehmen und die Marke angemessen repräsentiert. Wir setzen hierzu sogenannte Bot Personas ein. Angelehnt an die Persona-Methode im User-centered Design, in denen archetypische Nutzer modelliert werden, definieren wir mit Bot Personas die Persönlichkeit des Systems. Wir definieren grundlegende Dialogprinzipien und legen typische Verhaltensweisen fest.

Design von Conversational Interfaces

Nachdem die grundlegenden Spielregeln der Konversation definiert wurden, geht es an die konkrete Gestaltung. Prototypen, die das Nutzungserlebnis frühzeitig erlebbar machen, bleiben auch bei Bots und virtuellen Assistenten essentiell. So können wir Nutzer frühzeitig in den Prozess involvieren und vereinfachen Diskussionen während der Entwicklung. Conversational Interfaces stellen uns hier vor eine besondere Herausforderung. Klassische Prototyping-Werkzeuge sind auf die Gestaltung von visuellen Interfaces optimiert, nicht auf die Ausgestaltung eines multimodalen Dialogs.

Zu Beginn der Design-Phase können wir uns auf altbekannte UX-Methoden verlassen: In Design Studio Workshops skizzieren wir gemeinsam mit allen Projektbeteiligten die wichtigsten Dialoge. Statt konkreter Visualisierungen, schreiben wir das grundlegende Skript der zukünftigen Unterhaltung zwischen Nutzer und Bot. Im nächsten Schritt erstellen wir digitale Prototypen, um das Grobkonzept frühzeitig möglichst realistisch zu testen. Neue konversationsbasierte Prototyping-Tools wie Sayspring können hier bewährte Prototyping-Tools wie Axure RP Pro ergänzen. Zum anderen sollte das Design-Team frühzeitig mit den Entwicklungspartnern zusammenarbeiten, um die Möglichkeiten von Spracherkennung und künstlicher Intelligenz frühzeitig auszuloten.

Was heißt das für die Praxis?

Conversational Interfaces haben großes Potential, stehen allerdings noch am Anfang ihrer Entwicklung. Sinnvolle Anwendungsfälle sowie altbekannte und neue Design-Prinzipien gilt es kontinuierlich im Auge zu behalten. Was sich herauskristallisiert: nutzerzentrierte Methoden wie kontextuelle Interviews und Experience Maps können einen wichtigen Beitrag leisten, um überzeugende Conversational Experiences zu gestalten. Neue Methoden und Werkzeuge wie Bot Personas und Conversational Prototyping Tools können unser Methodenspektrum zudem sinnvoll erweitern.

Wenn wir Sie mit unserer Erfahrung zum Thema Conversational Interfaces unterstützen können, freuen wir uns über Ihre Kontaktanfrage.

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